Frauen, Männer, Politik

Was mich wirklich sauer macht… #familienartikel

…bei der heutigen Abstimmung über den sogenannten Familienartikel, ist die Art und Weise wie die bürgerlichen Politikerinnen sich über arbeitende Mütter äussern.

Es gibt nun einmal Frauen, die auswärts arbeiten müssen, weil es nicht anders geht. Diese Frauen machen tagtäglich einen riesigen Spagat. Sie sind Mütter, Hausfrauen, Berufsfrauen. Sie versuchen allem gerecht zu werden.

Und dann sind da diese bürgerlichen Politikerinnen, die offenbar privilegiert genug sind, nach Heiratsschliessung und Geburt nicht mehr einem zweiten Beruf, als dem der Hausfrau und Mutter, nachgehen zu müssen. Ich freue mich für sie. Denn damit entgehen sie wohl einem Stressfaktor.

Die Art und Weise jedoch, wie sie das Hüten der Kinder zuhause propagieren, lässt mich aufhorchen. Es ist arrogant und passt zum Menschenbild, das jene Bevölkerungsgruppe wie ein Banner in der Schlacht vor sich trägt.

Es lässt sich natürlich leichter über ausländische Arbeitskräfte lästern, während die Frauen zuhause versauern. Ich möchte nicht wissen, wie viel Potential hier brach liegt.

Man kann sich darüber streiten, was der Familienartikel an der aktuellen Situation verändert hätte. Ich bin überzeugt, solange kein Verständnis für andere besteht, werden auch Gesetze nichts ändern.

Und das, liebe Frauen, muss von uns her kommen. Die Männer sind offensichtlich weder fähig in die Zukunft zu schauen, noch empathisch zu sein oder kluge Entscheide zu fällen.

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4 Gedanken zu “Was mich wirklich sauer macht… #familienartikel

  1. Zum letzten Satz: «Die Männer …»? Welche linken Männer haben sich denn dagegen ausgesprochen/eingesetzt? Und dann gab es ja noch wie erwähnt bürgerliche Frauen, die dagegen waren.
    Es scheint mir eher eine Frage des politischen Lagers zu sein, als des Geschlechts. Die Resultate sähen sonst anders/besser aus, schliesslich gibt es auch in den Kantonen, die den Artikel ablehnten, rund 50% Frauen.

    «Die Bürgerlichen sind offensichtlich weder fähig in die Zukunft zu schauen, noch empathisch zu sein oder kluge Entscheide zu fällen.» würde ich eher (auf diese Abstimmung bezogen sogar sofort) zustimmen.

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  2. Das war etwas gemein, ich weiss. Die Veränderung der Gesellschaft muss allerdings wirklich von uns Frauen her kommen. Davon bin ich überzeugt. Vielleicht begreifen ja dann auch irgendwann die Männer, dass sie dabei nur gewinnen können.

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  3. Vereinbarkeit ist kein Frauenproblem, die geht alle was an!
    Aber was wottsch, wenn die Unternehmerschaft Kampagne fährt damit die Frage der Vereinbarkeit nur auf die Krippenfrage beschränkt bleibt, wäre es illusorisch gewesen, auf mehr zu hoffen (z.B. dass im OR oder so auch was verankert würde). Krippen wird es sowieso mehr geben, jetzt halt über 26 kantonale Lösungen – das war ja gar nie die Frage! Die Frage ist: Wären andere Bereiche auf Bundesebene ebenfalls drangekommen? Und DAS wurde jetzt erfolgreich verhindert.

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  4. schmieli schreibt:

    Ob eine Frau arbeiten *muss* oder nicht, ist nicht entscheidend. Frauenerwerbstätigkeit ist so oder so zentral, für sie und für Wirtschaft etc., und soll endlich zur Tagesordnung gehören – sonst ists mit der Wahlfreiheit zur Gestaltung des eigenen Lebens nicht weit her. Warum soll eine Mutter ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit aufgeben? Eine gut Ausgebildete ihren Beruf? Etwa weil Ehen ewig halten? #ähem
    Aber auch das muss von uns Frauen her kommen, da hast du Recht!

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