Feminismus, Frauen, Männer, Sexualität

Es geht mir auf die Eierstöcke.

Die letzten Wochen höre ich mehrheitlich von Männern, dass sie nicht (mehr) bereit sind, für Abtreibungen zu bezahlen. Als erstes Argument kramen sie das ehrwürdige „Recht auf Leben“ hervor. Damit stoppt man(n) doch jede kritische Frau! Da werden das Recht auf Leben und besonders die ungeborenen Kinder, hervor gehoben!

In Diskussionen wird schnell klar, dass den meisten Männern der Sinn fürs ungeborene Leben, es sei denn, sie haben ein Kind verloren, fehlt. Wenn ich dann mir wohlbekannte Beispiele, nämlich jene der Ärzte aufzähle, die Müttern mit Risikoschwangerschaften oder Embryonen, die mit einer Behinderung auf die Welt kommen werden, zur Abtreibung raten, werden die Männer ungeduldig. Das sei natürlich eine ganz andere Sache. Hier gehe es um wertes und um leidendes Leben… Für die meisten Männer scheint klar, dass frau behindertes Leben unbedingt und auf Kosten aller abtreiben darf.

Männer, die gegen Abtreibung sind, besitzen offenbar ein sehr einfaches Bild von Frauen, die ein Kind abtreiben: Sie ist natürlich eine Schlampe/Dreckfotze/Bitch, die einfach nur zu blöd ist, zu verhüten, bzw. Angst hat, dass sie Schwangerschaftsstreifen und/oder einen schlimmen Dammriss kriegt. Dass eine Frau sich Gedanken macht um etwaige Kinder und was sie ihnen bieten kann oder eben nicht, scheint die meisten Männer nicht zu berühren.

Hier kommen wir zur wahren Botschaft der Initiative. Hier geht’s nicht um Finanzen, sondern darum, die Schwangerschaften der Frauen zu kontrollieren und (wieder) zu verdammen. Dass zu einer Schwangerschaft zwei gehören, verdrängen die konservativen und die religiösen Kreise.

Für sie gibt es offenbar nur eines: die heilige (Maria Muttergottes) und die Hure. Nun denn…

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5 Gedanken zu “Es geht mir auf die Eierstöcke.

  1. Lovey Wymann, www.Schreib-Lounge.ch schreibt:

    Ich finde Recht auf Leben gut – Löchern wir alle Kondome! Und machen wir Vaterschaftstests frei zugänglich, über eine Stiftung: Frauen halten zusammen. oder so …

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  2. Was mir bei den Befürtwortern der Initiative auch oft auffällt: Die haben offenbar noch nie vom Pearl-Index gehört. Kondome platzen, Pille kann unwirksam sein. Selbst die Unterbindung des Mannes bietet keinen 100%igen Schutz, dass man(n) nicht mehr schwanger wird bzw. schwängern kann.

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  3. Pingback: Eidgenössische Volksabstimmung vom 9. Februar 2014: Abtreibungsfinanzierung und die Sache mit dem finanziellen Moralin. | Angry Sascha is angry.

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